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Es werden Posts vom 2013 angezeigt.

Das nervt mich – Gedanken zur Annahmepraxis in der BU

Berufsunfähigkeitsversicherungen zu verkaufen macht Spaß. Es lohnt sich finanziell.

Und es frustriert mich unheimlich.

Schuld daran sind die Versicherer, die mittlerweile eine Selektion bei der Kundenauswahl betreiben, die an Ausschluss und Berufsverbot für mich grenzt.

Oh Gott, der Kunde fährt Mountainbike! Es ist nicht lange her, da hatte ich einen Interessenten, der als Arzt mit knapp 30 Jahren natürlich ein vitales Interesse daran hat, seine Arbeitskraft abzusichern. Der richtige Versicherer war schnell gefunden, der Antrag ausgefüllt, die Unterlagen zusammengestellt und dann – wurde es hysterisch. Der Kunde war nämlich Mountainbikefahrer. Er wollte das gerne im Antrag vermerkt wissen. Und er sollte einen Risikozuschlag von sage und schreibe 80 (!) % zahlen. Und das, obwohl er als Hamburger nur in der Stadt fährt und dort bekanntlich wirklich gefährliche Berge kaum zu finden sind. Und das ist zugegebenermaßen ein krasses Beispiel – aber es zeigt, wie die Kunden mittlerweile sch…

#Zahnzusatzversicherung: Ärgernis Vorvertraglichkeit

Immer wieder kommt es bei Zusatzpolicen im Zahnbereich zu Ärger zwischen der Versicherung und dem Kunden. Der Grund: Die Zusatzversicherung will nicht zahlen, weil Behandlungsmaßnahmen vorvertraglich waren, also die Ursache für eine Behandlung bereits vor Vertragsbeginn gelegt war. Grundsätzlich gilt in der Rechtsprechung, was jetzt auch das Oberlandesgericht Köln (AZ: 20 U 125/13) noch einmal bestätigt hat. Vorvertraglich und damit vom Versicherungsschutz ausgenommen sind alle Behandlungen, bei denen es bereits erste Untersuchungen zur Erkennung des Leidens gegeben hat.

Hat das Leiden schon begonnen? Es soll dabei, so das Gericht, nicht darauf ankommen, ob der behandelnde Zahnarzt oder der Patient selbst eine Behandlung als erforderlich angesehen hat. In dem Fall waren bei zwei Zähnen bereits vorbereitende Maßnahmen für eine Überkronung angelegt worden, bei einem weiteren Zahn fehlte eine eingesetzte Krone ganz. Als Makler sind Sie hier gefordert, wenn Sie nicht in die Haftung tappe…

Was für ein Dummschwätzer!

Eine schöne Werbung, die ich gestern von einem Versicherungsmakler aus der Region bekommen habe. Er als Versicherungsmakler erhält keine Provisionen, sodass er dem Kunden nichts "aufschwatzen" muss. Ist der Kollege vielleicht schon mal auf die Idee gekommen, dass man auch dann nichts aufschwatzen muss, wenn man Provision bekommt? Es ist wirklich schön, wenn sich der Markt mal ein bisschen reguliert und solche Schwätzer verschwinden ...

Ein sehr, sehr teures Telefonat!

Wenn Sie während der Arbeitszeit telefonieren, kann das teuer werden. Nein, hier geht es nicht um eine Kündigung, wenn der Arbeitgeber Sie abwatscht. Sie können durch das private Telefonat tatsächlich den Versicherungsschutz verlieren. Das entschied das Landessozialgericht in Darmstadt (AZ: L 3 U 33/11) im Falle eines Lagerarbeiters, der sich – man höre und staune - das Knie verdreht hatte. Er war beim Telefonieren mit seiner Frau aus der Lagerhalle von seinem Arbeitsplatz in einen Nebenraum gegangen und stellte sich dort auf die Laderampe. Dort blieb er nach dem Ende des Telefonats hängen, verdrehte sich das Knie und erlitt einen Kreuzbandriss. Kein Fall für die gesetzliche Unfallversicherung, sagten die Richter. Die Begründung: Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung bestehe nur dann fort, wenn die versicherte Arbeit lediglich geringfügig durch eine private Betätigung unterbrochen wird – darunter sind Tätigkeiten zu verstehen, die man quasi „im Vorbeigehen“ erledigen kann. …

Bundesgerichtshof: Rückkaufswert für Altverträge wird nicht erhöht

Das war eine Pleite für zwei Versicherungskunden, die vor den Bundesgerichtshof (AZ: IV ZR 17/13) gezogen waren. Sie hatten 2004 Kapitalversicherungen abgeschlossen, die 2009 gekündigt wurden. Mit der Höhe des Rückkaufswertes waren sie nicht einverstanden und zogen vor Gericht. Sie wollten für Ihre Altverträge die gleiche Berechnung des Rückkaufswertes, die für Neuverträge ab 2008 verbindlich vorgeschrieben ist. Durchsetzen konnten sie sich mit der Forderung jedoch nicht. Die Neureglung war Folge diverser Urteile der Bundesrichter, die die verwendeten Klauseln in den Bedingungen für unzulässig erklärt hatten. Sie gelte eben nicht für Altverträge: Nach den für Altverträge geltenden Regelungen müsse nur die Hälfte des Deckungskapitals ausgezahlt werden.

Chance verpasst Hier haben die Bundesrichter leider die Chance verpasst, den Versicherungskunden auch mit älteren Verträgen die Rechte zuzubilligen, die die neuen Kunden genießen. Gerecht und nachvollziehbar ist das nicht – und das Vert…

Begehrlichkeiten ...

Einen Artikel habe ich gerade im Handelsblatt entdeckt, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Da geht es um die Altersrückstellungen in der PKV, die Begehrlichkeiten wecken (sollen). Angeblich. Ich habe lange gesucht, die vermeintlich Begehrenden aber nicht gefunden. Aber egal. Solche Artikel irritieren mich nicht nur wegen der fehlenden Begehrer. Sondern vor allem wegen der fehlende Realitätsnähe!

Kann der Kunde wirklich wechseln, wenn er kann?  Denn so schön das Hin- und Hergeschiebe der Verantwortlichkeiten und Ideen zum Thema zwischen den Parteien, Interessenverbänden und Versicherern sich auch liest: Am Ende sind es alles nur Scheingefechte. Denn zur Mitnahme der Rückstellungen bedarf es eines Kunden, der wirklich wechseln will - und kann.  Und da fängt die Realität an, die es nicht bis in die Redaktionsstuben des Handeslblattes schafft. Wer bereits eine Rückstellung aufgebaut hat, die wirklich begehrenswert sein könnte, dürfte in aller Regel weit jenseits der 30 sein - viel…

Ausschlussklausel: Tun Sie sich das NICHT an!

Man könnte derzeit meinen, dass viele Berufsunfähigkeitsversicherungen keien Lust auf Neugeschäft haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass auch die kleinste Vorerkrankung mit oft mit Aussschlussklauseln bestraft werden sollen. Viele Kunden wollen das naturgemäß nicht und liegen damit auch goldrichtig. Denn nicht nur der Ausschluss selbst kann ärgerlich sein - schlimm ist es, wenn die Klausel selbst noch für Ärger sorgt.

Ausschlussklausel eindeutig mehrdeutig In einem vom Landgericht Regensburg (AZ: 3 O 1701/12) am 2.7.2013 entschiedenen Fall war im Vertrag die Ausschlussklausel für die „Erkrankung des linken Kniegelenks und alle Leiden, die medizinisch nachweisbar ursächlich damit zusammenhängen" aufgenommen worden. Als der Kunde Leistungen beanspruchen wollte, war der Inhalt der Klausel alles andere als klar. Der Kunde war der Meinung, ausgeschlossen sei nur die Erkrankung, wegen der ein Ausschluss vorgenommen wurde. Der Versicherer war allerdings der Meinung, dass grundsä…

Beratungsfehler gibt´s ...

Unglaublich, wie manche Banken mit ihren Kunden umspringen. Das Oberlandesgericht Hamm (AZ: 34 U 53/10) musste einen Fall entscheiden, im dem ein Berater dem Kunden nicht nur die Kick-Back-Provision der Fondsgesellschaft "unterschlagen" hatte, sondern auch noch die Beratung strikt nach dem Emissionsprospekt erfolgt war - weil die Fodnsgesellschaft darauf bestanden hatte.

Unfassbare Falschberatung Von einem Beratungs- oder Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Finanzinstitut kann dann wohl kaum noch eine Rede sein. Diesen Umstand hätte der Berater von sich aus erwähnen müssen, denn – so das Gericht - es sei schwer vorstellbar, dass ein Anleger im Falle ordnungsgemäßer Aufklärung über einen solchen Umstand die Anlage auf Empfehlung des Beraters erworben hätte.

Das ist mal eine lebensnahe Einschätzung des gerichts oder anders ausgedrückt: Der Berater wird wissen, warum er die Klappe gehalten hat ...

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Es bestehen keine direkten oder indirekten Beteiligungen an einem Versicherungsunternehmen. Kein Versicherungsunte…